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Technik

Ich bin nicht der Meinung, dass z.B. Hemingway gut geschrieben hat, weil er eine Olivetti-Schreibmaschine verwendete. Ebensowenig glaube ich, dass ein Fotoapparat Fotos macht. Ein Werkzeug muss aber gewisse Grundbedingungen erfüllen, um den Anforderungen gewachsen zu sein.

Ich arbeite meistens digital. Meine Systemtreue zahlt sich aus: An meine neuste Nikon-Kamera passt auch noch mein ältestes Objektiv.
Manchmal bestücke ich meine alte Rolleiflex oder Leica mit einem Film und packe den Handbelichtungsmesser ein. Leider bleibt das Vergnügen ein halbes ohne eigene Dunkelkammer … Ich scanne die Dias und bearbeite sie am Computer.

Die Bearbeitung zielt vor allem auf die gute Zeichnung der Lichter und Schatten. Manchmal korrigiere ich den Weissabgleich ein wenig. Selten schraube ich an Farbe und Sättigung. Für mich muss eine Fotografie immer die möglichst authentische Wiedergabe dessen sein, was ich gesehen habe. "Out of the Camera" ist das aber nicht immer der Fall.

Möchte ich mich mit möglichst wenig Gepäck belasten, nehme ich auch mal eine Kompaktkamera mit oder begnüge mich sogar mit dem Handy (das würde ich aber niemals zugeben …). Richtig gut dafür sind die Apps Autostich Panorama und Pro HDR.

Technisch gesprochen fotografiere ich bevorzugt mit Blendenvorwahl und Zeitautomatik. Meistens brauche ich Objektive mit fester Brennweite. Das beeinflusst die Sehweise. Man sucht den richtigen Standort, bis das Bild stimmt. Mit einem Zoom ist man dagegen dauernd am Drehen. Sicher entgeht mir dadurch manches schnelle Bild. Bei meinen Themen spielt das aber keine Rolle.